Montag, 19. April 2010

DELL - eine unendliche Geschichte

Alles begann eigentlich recht harmlos. Mein geliebter Ehemann überraschte mich zu Weihnachten mit einem schicken roten Notebook der Firma Dell. Schon lange, lange hatte ich mir ein Notebook gewünscht und freute mich dementsprechend wie ein Kullerkeks. Die Freude hielt auch geraume Zeit an. Ich nahm mein neues Schätzchen (gut gepolstert in einem tollen Laptop-Rucksack) mit auf Arbeit, surfte bequem auf dem Sofa ins Internet und entdeckte auch MSN für mich (wahrscheinlich als Letzte). Die Freude war dann aber irgendwann je vorbei - und zwar am 21.03.2010 - also nicht mal 3 Monate nach dem Erhalt. Er ließ sich an diesem Sonntagabend einfach nicht mehr einschalten.
Aber frau weiß sich ja zu helfen, also rief ich am nächsten Tag die Servicehotline an.. Ein freundlicher (und wie sich im Nachhinein herausstellte auch recht ahnungsloser Mensch)nannte mir meine Optionen: Ich könnte das Notebook abholen lassen, dann würde es repariert werden. Ich fragt noch, wie lange das Dauern würde. Er meinte 4 Tage (das hat er wirklich gesagt, ich weiß nicht, ob das irgendwie auf etwas anderes bezogen war, aber das hat er gesagt) - da hab ich mich schon gefreut. Hahaha - wie immer viel zu früh...

Eine Woche später rief ich an, um zu horchen, wann er denn wieder kommen würde. Der Herr den ich diesmal dran hatte meinte: "Wie? 4 Tage? Neeee - das dauert so im Durchschnitt 2 - 4 Wochen" Kinnlade runterklapp... da war ich bedient.. Man hätte ja das Servicepaket aufrüsten können - Toll, das hat die Pflaume vom letzten Mal aber nicht erwähnt. Aber jetzt wäre er eh weg und ein neues Mainboard bestellt, da kann man auch nix mehr ändern.. wenn ich Glück hätte, würde er nächste Woche schon wieder kommen... Ach ja? Wenn ich Glück habe, gewinne ich morgen im Lotto... Ich muss dazu sagen, dass ich ihn schon gern wieder hätte, da er auch für die Examensvorbereitung recht dienlich wäre, aber davon habe ich mich schon fast verabschiedet.

Am Samstag (17.04.2010) rief ich also wieder an... Diesmal hatte ich wieder einen netten Jungen dran, der auch echt bemüht war und mal für mich in der Werkstatt anrief, da war aber keiner mehr da.. ich durfte mir aber seinen Namen aufschreiben... Heute, am Montag (19.04.2010), habe ich einen neuen Versuch gestartet.. eigentlich möchte ich ja nur wissen, ob ich das Ding überhaupt irgendwann mal wieder sehe, wo es denn bleibt, wie es ihm geht... Naja, der Herr von heute hat dann wieder in der Werkstatt angerufen und mal gefragt und mich auch wie verabredet zurück gerufen... Eben hatte ich ihn wieder an der Strippe. Seine Aussagen:
- das erste bestellte Mainboard ging nicht (wie kann denn das sein, wenn das Teil grad aus dem Lager kommt)
- das Mainboard wurde am 13.04.2010 neu bestellt, kommt aber aus Irland (nicht das Deutschland ein großer Abnehmermarkt wäre und sich ein Logistikzentrum auf dem europäischen Festland auch lohnen könnte) - jetzt schwebt ja grad die Aschewolke über unserem Fleckchen Erde... da wirds wahrscheinlich auch noch länger dauern
- wanns kommt, weiß darum natürlich keiner - außer vielleicht der Weihnachtsmann oder der liebe Gott

Dann hatte ich den armen Kerl - der nun auch meine leichten Gefühlsausbrüche mit einem sprachlosen Schweigen ertrug - nach einer Optimierungsanschrift (Beschwerde will ich das nicht wirklich nennen) gefragt - sowas geht nur schriftlich - wieso hat ein Computerkonzern keine Emailanschrift???
Helfen konnte mir keiner, sagen konnte man mir nichts... Wann der Laptop kommt weiß keiner...
Toll war auch, dass man angeblich angeschrieben/angerufen wird, wenn sich was verzögert - bei mir hat sich bis heute keiner gemeldet

Nun ja - ich guck jetzt mal wann die Aschewolke weg ist.. vielleicht mach ichs zu meinem Sport und rufe jetzt mal ein- bis zweimal wöchentlich bei den Jungs an.. vielleicht bau ich sone Beziehung auf und es geht schneller..

Fazit: Dell ist ein großer Laden, bei dem A auch nicht genau weiß was B tut!Aber die Jungs von der Technikabteilung strampeln ordentlich gegen die Strömung